Flucht- und Rettungspläne

Mittel zur Erstellung von Flucht- und Rettungsplänen

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Flucht- und Rettungspläne – normgerecht kaufen & anbringen

Ein Flucht- und Rettungsplan ist ein normierter Grundriss eines Gebäudes oder Geschosses, der Fluchtwege, Notausgänge, Sammelplätze sowie Standorte von Feuerlöschern und Erste-Hilfe-Einrichtungen grafisch darstellt. Er richtet sich an alle Personen im Gebäude – Beschäftigte, Besucher und Rettungskräfte – und muss nach DIN ISO 23601 sowie ASR A2.3 normkonform erstellt und ausgehängt werden.

Jeder Betrieb mit mehreren Räumen oder Etagen ist gesetzlich verpflichtet, Flucht- und Rettungspläne gut sichtbar auszuhängen. Im schnuerle-shop.de finden Sie fertige Rettungspläne nach DIN ISO 23601 sowie passende Rahmen für den professionellen Aushang – direkt aus dem Lager, schnell geliefert, normkonform ausgeführt. Ob Produktionshalle, Bürogebäude oder Werkstatt: Hier bekommen Sie alles für eine rechtssichere Fluchtwegkennzeichnung aus einer Hand.

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Wann ist ein Rettungsplan Pflicht? Vorschriften im Überblick

Ein Flucht- und Rettungsplan ist in Deutschland Vorschrift. Die rechtliche Grundlage liefert die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A1.3 in Verbindung mit der DIN ISO 23601. Demnach müssen Arbeitgeber Fluchtwegpläne aushängen, wenn:

  • die Arbeitsstätte aus mehreren Räumen besteht,
  • mehr als eine Etage genutzt wird,
  • die Betriebsgröße oder Gebäudestruktur eine eigenständige Orientierung im Notfall erschwert,
  • oder behördliche Auflagen (z. B. durch Baurecht oder Brandschutzbehörde) dies fordern.

Der Plan zeigt Beschäftigten, Besuchern und Rettungskräften auf einen Blick: Wo bin ich? Wo ist der nächste Ausgang? Wo ist der Sammelplatz? Bei einem Audit oder einer Begehung durch die Berufsgenossenschaft gilt: Fehlende oder veraltete Rettungspläne werden beanstandet.

Wichtig: Laut ASR A2.3 sind auf Basis des Rettungsplans regelmäßige Räumungsübungen mit den Beschäftigten durchzuführen. Der Plan allein reicht nicht – die Mitarbeiter müssen mit dem Inhalt vertraut sein.

Tipp: Überprüfen Sie bei jedem Umbau oder Raumänderung, ob Ihre bestehenden Pläne noch aktuell sind. Veraltete Fluchtwegpläne sind genauso problematisch wie fehlende.


Welche Symbole gehören in einen Flucht- und Rettungsplan?

Die im Flucht- und Rettungsplan verwendeten Piktogramme sind durch die DIN ISO 23601 und die ISO 7010 international normiert. Das stellt sicher, dass die Zeichen auch von Personen ohne Sprachkenntnisse sofort verstanden werden. Folgende Elemente gehören in jeden regelkonformen Fluchtwegeplan:

  • Fluchtwegpfeile – zeigen die kürzeste Route zum Ausgang
  • Notausgangszeichen – kennzeichnen Türen und Ausgänge im Fluchtweg
  • Standortmarkierung – „Sie befinden sich hier"
  • Sammelplatz – Treffpunkt nach der Evakuierung
  • Notrufnummern – Feuerwehr (112), Notruf intern
  • Standorte von Feuerlöschern, Erste-Hilfe-Kästen und Notruftasten
  • Rettungsmittel und Geräte nach DIN EN ISO 7010 (grün/weiß)

Alle Piktogramme müssen der aktuellen Norm entsprechen. Ältere Symbole erfüllen die heutigen Anforderungen unter Umständen nicht mehr.

Tipp: Bei internationalem Personal oder häufigem Besucherverkehr empfiehlt sich eine mehrsprachige Ausführung. Die normierten Piktogramme allein reichen dann nicht aus. Schriftliche Verhaltensanweisungen müssen in den jeweiligen Landessprachen ergänzt werden.


Flucht- und Rettungsplan richtig anbringen – Höhe & Position

Ein Rettungsplan nützt nur dann, wenn er auch wirklich gefunden und gelesen werden kann. Die ASR A1.3 macht klare Vorgaben zur Anbringung:

  • Augenhöhe: Oberkante des Plans in ca. 1,50–1,80 m Höhe
  • Gut beleuchtet oder in selbstleuchtender Ausführung, damit auch bei Stromausfall Orientierung möglich ist
  • An jedem Rettungsweg und in jedem Bereich, den Beschäftigte regelmäßig aufsuchen
  • An zentralen Zugangspunkten: Eingänge, Treppenhäuser, Flure
  • Lagerichtig aufhängen: Objekte zur Linken des Betrachters müssen auch im Plan links dargestellt sein – eine häufig übersehene Anforderung, die bei Begehungen beanstandet wird.

„Die DIN ISO 23601 gibt die Anbringhöhe konkret vor: Die Planmitte soll 1,60 m über der Standfläche des Betrachters liegen. Das entspricht ergonomischer Augenhöhe und stellt sicher, dass der Plan auch im Stressmoment einer Evakuierung sofort lesbar ist."

Hängen Sie den Plan dort, wo er im Ernstfall sofort ins Auge fällt – nicht hinter Türen, in Abstellräumen oder in schlecht einsehbaren Ecken. Größere Betriebe benötigen mehrere Exemplare, da jeder Standort im Gebäude eine eigene Ansicht mit dem jeweiligen „Sie befinden sich hier"-Punkt erfordert.

Für einen professionellen und dauerhaften Aushang empfehlen sich Rahmen für Rettungspläne aus Aluminium mit Klapp- oder Schutzglasvorrichtung.


Rahmen für Rettungspläne – Schutz und professionelle Optik

Ein guter Rahmen schützt den Flucht- und Rettungsplan vor Schmutz, Feuchtigkeit und mechanischer Beschädigung und erleichtert den Austausch erheblich. Im Sortiment finden Sie:

  • Klapprahmen aus Aluminium – Plan einfach einlegen, ohne Werkzeug tauschen
  • Gängige Formate: DIN A3, DIN A2, DIN A1 – je nach Plangröße und Gebäudegröße
  • Wandmontage mit beiliegendem Befestigungsmaterial
FormatEinsatzbereichNorm-MindestanforderungRahmentyp
DIN A4 Einzelräume, Hotelzimmer Nur für Einzelräume zulässig Klapprahmen
DIN A3 Standardbüros, kleine Betriebe Mindestformat nach DIN ISO 23601 Klapp- oder Schutzglasrahmen
DIN A2 Produktionshallen, größere Etagen Empfohlen ab 500 m² Aluminium-Klapprahmen
DIN A1 Große Gebäude, Industrieanlagen Bei komplexen Grundrissen Großformat-Rahmen

Hinweis zum Mindestformat: Laut DIN ISO 23601 ist DIN A3 das vorgeschriebene Mindestformat für Flucht- und Rettungspläne. DIN A4 ist nur für Einzelräume wie Hotelzimmer zulässig. Achten Sie beim Rahmenkauf darauf, dass Format und Plan zueinander passen.

Rahmen sind keine Pflicht, aber aus praktischer Sicht sinnvoll: Sie ersparen aufwändiges Neu-Kaschieren bei Planupdates und sorgen für ein ordentliches, professionelles Erscheinungsbild beim nächsten Betriebsrundgang oder Audit.

Rettungsplan jetzt bestellen – normkonform gefertigt, termingerecht geliefert. Wählen Sie aus genormten Standardplänen oder fordern Sie Ihr individuelles Angebot an. Präzise Fertigung nach DIN ISO 23601 – damit Ihr Betrieb auf der sicheren Seite bleibt.


Häufige Fragen zu Flucht- und Rettungsplänen

Was kostet ein Flucht- und Rettungsplan?

Einfache Standardpläne in DIN A3 starten im einstelligen Euro-Bereich. Bei größeren Mengen profitieren Sie von Staffelpreisen. Individuelle Pläne mit eingetragenem Gebäudegrundriss sind aufwändiger und entsprechend teurer. Vergleichen Sie immer die Gesamtkosten inkl. Rahmen – günstige Einzelpreise ohne Normkonformität können bei einer Begehung teurer werden.

Welche DIN-Norm gilt für Fluchtwegpläne?

Maßgeblich sind die DIN ISO 23601 für Gestaltung und Inhalt des Plans sowie die ISO 7010 für die verwendeten Sicherheitspiktogramme. Die ASR A1.3 und ASR A2.3 konkretisieren als technische Regeln die Anforderungen an Anbringung und Inhalt im Rahmen der Arbeitsstättenverordnung.

In welcher Höhe muss ein Rettungsplan hängen?

Die Oberkante des Plans sollte in ca. 1,50 bis 1,80 m Höhe angebracht werden – gut in Augenhöhe. Entscheidend ist, dass der Plan ohne Verrenkungen lesbar ist und im Ernstfall sofort wahrgenommen wird.

Wo muss ein Flucht- und Rettungsplan angebracht werden?

An zentralen Punkten im Gebäude: Eingangsbereiche, Treppenhäuser, Flure und Aufenthaltsräume. Jeder Aushangort benötigt eine eigene Version mit der korrekten „Sie befinden sich hier"-Markierung, lagerichtig ausgerichtet auf den jeweiligen Standort des Betrachters.

Wie oft muss ein Rettungsplan aktualisiert werden?

Eine gesetzliche Frist gibt es nicht, der Plan muss aber stets aktuell sein. Jede bauliche Veränderung oder Umnutzung von Räumen erfordert eine sofortige Aktualisierung. Empfohlen wird eine jährliche Überprüfung im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung.

Welche Symbole sind im Flucht- und Rettungsplan vorgeschrieben?

Vorgeschrieben sind normierte Piktogramme nach ISO 7010 und DIN ISO 23601: Fluchtwegpfeile, Notausgänge, Standortmarkierung, Sammelplatz, Notrufnummern sowie Standorte von Feuerlöschern und Erste-Hilfe-Einrichtungen. Eigene oder veraltete Symbole gefährden die Normkonformität und dürfen nicht verwendet werden.

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